Offline-Werbung ist wie die Telefonzelle: Überflüssig

  • 12. September 2018, 14:00

Stellen Sie sich einen jungen Mann vor: Er steht auf, frühstückt, tritt auf die Straße, kauft sich eine Zeitung, durchforstet, weil er keinen Job und keine Freundin hat, den Teil mit den Jobangeboten und den Kontaktanzeigen, schreibt sich ein paar Nummern auf einen Zettel, geht zur Telefonzelle und macht…Stop! Wie bitte? Telefonzelle? Kontaktanzeige? Printmedien?

Die Vorstellung eines solchen Typen in der heutigen Zeit ist absurd, abgesehen davon, dass keiner weiß, ob Telefonzellen noch existieren. Und sie wird zunehmend absurder. Schon jetzt beherrscht das Internet den Großteil unseres Alltags und unserer Arbeit und wer es nicht als stärkstes Instrument für seine Marke nutzt, hat verloren. Jemand, der die digitale Verweigerung lebt, wird in unseren Zeiten keinen Job, keinen Partner und wahrscheinlich nicht einmal Freunde finden, also wieso sollte es sich mit Unternehmen, die Kunden gewinnen wollen, anders verhalten?

Online ist Trumpf. Denn, was die Telefonzelle für die heutige Kommunikation ist, ist die klassische Offline-Werbung für das Marketing: Überflüssig. Dröge Fernsehspots, zerknitterte Flyer, selbstverliebte Unternehmensbroschüren – weg damit! Nur wer die Stärken der digitalen Welt nutzt, kommt mit seiner Marke in der Zukunft an. Denn eigentlich steht der junge Mann noch nicht einmal auf – sondern fängt noch im Bett an, seine Linked-In-Nachrichten zu checken, zu tindern und die relevantesten Tagesmeldungen zu retweeten.

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